Nachhaltige Fonds

In Deutschland wird die Umstellung von der umlagefinanzierten Rentenversicherung ("Generationenvertrag") zur kapitalgedeckten Rente viele Veränderungen mit sich bringen. Vom einzelnen Menschen verlangt es vor allem mehr Eigenverantwortung.
Dass Verantwortung aber nicht an der eigenen Haustür endet, sondern auch öklogische und soziale Zusammenhänge betrifft, verstehen immer mehr Privatanleger.
Zunehmend erkennen Banken und Börsen den Mehrwert Nachhaltigkeit und passen ihre Konzepte entsprechend an.

So präsentierte die Frankfurter Börse 2007 einen Öko-Dax.
Anlagen in nachhaltige Fonds sind also ein starker Wachstumsmarkt.

Auf dem Wertpapiermarkt finden sich viele Namen für nachhaltige Fonds; z. B.: Umweltfonds, Ethikfonds oder Themenfonds. International hat sich die Bezeichnung "Socially Responsible Investment" (SRI-Fonds) durchgesetzt.

Folgende Übersicht soll Ihnen helfen, sich Einblick in die Welt der nachhaltigen Fonds zu verschaffen.


ethisch-ökologische Investmentfonds

  • Auswahl der Unternehmen, in die investiert wird, erfolgt erst nach Negativkriterien (z. B. Rüstungsunternehmen werden "gefiltert")
  • anschließend: Positivkriterien
  • Auswahlprozess reduziert die Frage kommenden Titel


Umweltenergiefonds

  • investieren in Unternehmen, die von Umweltschutzgesetzen, Energieverknappungen profitieren (z. B. Unternehmen, die Technologien zur Wasseraufbereitung entwickeln oder Recyclinganlagen bauen)


Ökoeffizienzfonds

  • investieren in ökologische Vorreiterunternehmen, die sich mit effizienten Ressourcenverbrauch beschäftigen


Nachhaltigkeitsfonds

  • berücksichtigt werden ökologische und soziale Aspekte
  • Positivkriterien sind ausschlaggebend für die Auswahl der Unternehmen
  • Unternehmen, in die investiert wird, leisten einen herausragenden Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften innerhalb und ausserhalb des Unternehmens
  • ökonomischer Erfolg unter Einbezug sozialer und ökologischer Aspekte


religiös orientierte Fonds

  • Vertrieb von Banken, an denen religiöse Organisationen beteiligt sind
  • klassische Anlageziele sowie soziale und ökologische Kriterien, die den ethischen und moralischen Vorstellungen der Glaubensgemeinschaft entsprechen


Spendenfonds

  • Teil der Einnahmen wird für Spenden eingesetzt

Geld verdienen mit gutem Gewissen.

Achtung: In manchen Öko-Portfolios sind Chemiekonzerne, Autohersteller oder Ölmultis gelistet. Grund dafür ist, dass die meisten ethisch-ökologischen Fonds reine Aktienfonds sind, die nach der Best-In-Class-Methode ausgewählt werden.